Musikalische Schlossführung

Cello "total"

"Liebe..."
Karl Liemberger, Burgführung, Musikalisches Konzept: Elisabeth Ragl
im Rahmen der Meisterkurse Schloss Raabs 2010

Burg Raabs
Sonntag, 8. August 2010, 11:00 Uhr


11:00 Uhr
Begrüßung Arkadenhof


ca. 11:10 Uhr
Schlosshof,...

Giacobo Bassevi Cervetto (1682 – 1783)
Cervetto. Sonata Sesta à Tre Violoncelli
, a-moll
1. Satz: Adagio
2. Satz: Allegro

Giacobo Bassevi Cervettokam in Italien als Kind jüdischer Eltern zur Welt. Er verbrachte den größten Teil seines musikalischen Lebens in England. Zunächst war er dort Händler italienischer Instrumente, arbeitete aber auch als Cellist. Schließlich, als er seine vorherige Tätigkeit als nicht mehr lohnend empfand, widmete er sich gänzlich dem Cellospiel. Burney erklärte, dass er neben seinen zeitgenössischen Cellisten wie Caporale, Pasqualini und Abaco dazu beitrug, das Cello als Solointrument in England vorzustellen. Viele Jahre lang spielte er in Londoner Abonnement Konzerten und war gleichzeitig Solocellist im Orchester des Drury Lane Theaters. Schließlich wurde er der Manager des Theaters, und häufte mit dieser Tätigkeit ein persönliches Vermögen an. Er schien eine bemerkenswert beliebte Persönlichkeit in London gewesen zu sein und wurde liebevoll mit Spitznamen “Nosy” genannt, was an den beträchtlichen Ausmaßen seiner Nase lag. Tatsächlich wurde oftmals während eines Konzerts vom Publikum gerufen: Lauter, Nosy!” 1783 verstarb er im Alter von 101 Jahren und hinterließ seinem Sohn James, der ebenfalls ein talentierter Cellist war, ein beträchtliches Erbe von £20.000. Sein gesamtes Leben lang war er ein gefragter Lehrer und unterrichtete viele berühmte Cellisten, einschließlich seines Sohnes. Cervetto komponierte viele Cellosonaten und Duos.

 



Orlando di Lasso (1530/2 - 1594)
"Das Echo"/"O la, o che bon eccho", komponiert  1581
4stimmig

O la, o che bon eccho!
Pigliamo ci, piacere!
Ridiamo tutti!
O bon compagno!
Che voi tu?
Voria che tu cantassi una canzona.
Perchè?
Perchè si?
Perchè no?
Perchè non voglio?
Perchè non voi?
Perchè non mi piace!
Taci, dico!
Taci tu!
O gran poltron!
Signor, si!
Orsu non più!
Andiamo!
Adio bon eccho!
Adio bon eccho!
Rest' in pace!
Basta!



ca. 11:25 Uhr
Kapelle

"Bach-Gounod von oben"
"Bach-Gounod von unten"

Charles Gounod (1818 - 1893)
Ave Maria. Méditation über das 1. Präludium von J. S. Bach
Arrangement: Elisabeth Ragl



ca. 11:35 Uhr
Katzenkammer


ca. 11:40 Uhr
Rittersaal

Gioacchino Rossini (1792 - 1868)
„Heiteres Duett der zwei Katzen“ für 2 Singstimmen und Klavier
aus: "Melodie italiane per canto e pianoforte"






Film von der Probenarbeit...


ca. 11:50 Uhr
(hinterer) Kleiner Rittersaal

Thomas Morley (1557/8 - 1602)
"Nun strahlt der Mai den Herzen", komponiert 1595

5stimmig

1. Nun strahlt der Mai den Herzen, da muntre Knaben scherzen.
Fa la la la la la la la la. Fala la la la la la.
Au flustig grünem Platz tanzt jeder mit dem Schatz.
Fa la la la la. Fa la la la la la la la. Fa la la la.

3. Wie wollet ihr noch säumen, die Jugendlust verträumen?
Fa la la la la la la la la. Fala la la la la la.
O sagt, kommt ihr zum Tanz und schlingt den Erntekranz?
Fa la la la la. Fa la la la la la la la. Fa la la la.

Briefwechsel
"Elslein" - Anne Keckeis
"G'sell" - Felix Obendorf

Ludwig Senfl (1486 - 1542/3)
"Ach Elslein, liebes Elselein", komponiert 1540

4stimmig

1. Ach Elslein, liebes Elselein,
Wie gern war ich bei dir,
So fließen zwei tiefe Wasser
Wohl zwischen dir und mir.

2. Das bringt mir großen Schmerzen,
Herzallerliebster G'sell,
Red' ich von ganzem Herzen,
Habs für groß Ungefall.

3. Hoff' Zeit wird es wohl wenden,
Hoff' Glück werd' kommen drein,
Sich in alls Guts verwenden,
Herzliebstes Elselein.

Anonym
"Ich sag ade", komponiert  um 1540
4stimmig

Ich sag ade, wir zwei, wir müssen scheiden.
Ich fahr dahin, mein Trost muss ich nun meiden.
Ich lass bei Dir das Herze mein, all wo Du bist, da will ich sein in Not und Pein,
allzeit sollst Du die Liebste sein, (sollst Du sein).


ca. 12:10 Uhr
Rittersaal

David Popper (1843 - 1913)
(Arr. für 4 Vc. von Sebastian van Eck)
"Concert Polonaise" op. 14
ca. 4'

David Popper (1843 - 1913)
Arr. für 6 Vc.: Werner Mifune
Requiem op. 66 für 3 Vc. und Klavier

Poppers "Requiem für drei Violoncelli und Klavier wurde im Jahre 1891 in London uraufgeführt. Das Werk, das dem Andenken seines Freundes Daniel Rahter gewidmet ist, erschien 1892 mit den folgenden einleitenden Versen:

Thränen, die Musik geworden,
Treue Freundschaft beut sie.
Liebe, die nie enden kann,
Treu Liebe weiht sie.

Freundesherz, das ausgerungen,
Nimm die kleine Gabe:
Was die Freundesseel' gesungen,
Töne, tröste, labe!

Die Tonart moduliert von fis-moll bis nach B-Dur im Mittelteil; im Anschluss daran kehren die Celli zur Ausgangstonart zurück und bringen eine Reprise des ersten Teils, nun in gedämpfter Tongebung


ca. 12:40 Uhr
Bar vor dem Rittersaal

Aus: 28 ausgewählte Liederschlager der 30er Jahre in Bearbeitung für 4 Vc.
Die Juliska aus Budapest

Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
die hat ein Herz voll Paprika, das kein' in Ruhe läßt!
Und wenn die kleine Juliska am Abend schlafen geht,
dann hat sie mit Allotria uns glatt den Kopf verdreht!

Joi-joi, Mama, was die alles kann!
Die zieht genau wie ein Magnet die Männerherzen an!
Joi-joi, Mama, was die alles macht!
Erst macht sie uns total verrückt, dann sagt sie "Gute Nacht"!

Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
das ist ein Mädel! Die halt' ich mir fest,
und trink' mit ihr Tokajer bis sie sich mal küssen läßt!

Puszta ist weit, Das ist Juliskas Leid!
Dort hat sie gefühlt, was Primas spielt
mit Künstlerhand von schönem Ungarland!
Ich kann's versteh'n: Ungarn muss man seh'n!
Wenn ich mit dir erst ganz glücklich bin
fahr'n wir mal hin!

Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
die hat ein Herz voll Paprika, das kein' in Ruhe läßt!
Und wenn die kleine Juliska am Abend schlafen geht,
dann hat sie mit Allotria uns glatt den Kopf verdreht!

Joi-joi, Mama, was die alles kann!
Die zieht genau wie ein Magnet die Männerherzen an!
Joi-joi, Mama, was die alles macht!
Erst macht sie uns total verrückt, dann sagt sie "Gute Nacht"!

Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
das ist ein Mädel, die halt' ich mir fest
und trink' mit ihr Tokajer bis sie sich mal küssen läßt!

Joi-joi, Mama, was die alles macht!
Erst macht sie uns total verrückt, dann sagt sie "Gute Nacht"!
Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest,
das ist ein Mädel! Die halt' ich mir fest!
Ob die sich aber einmal küssen läßt,
ob die sich aber einmal küssen läßt,
die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest?


www.elisabethragl.at