Klarivello


von links nach rechts Julia Lenzbauer, Ida Leidl, Anna Essl

Julia Lenzbauer, *25. September 1991, Klarinette - Klasse Gerald Kraxberger - Anton-Bruckner-Privatuniversität
Ida Leidl, *2. Jänner 1992, Violoncello - Klasse Elisabeth Ragl - LMS Neuhofen/Krems
Anna Essl, *14. März 1992, Klavier - Klasse Anton Voigt - Anton-Bruckner-Privatuniversität

Seit Sommer 2007 bilden Julia Lenzbauer, Ida Leidl und Anna Essl ein Trio.
Betreut wird das Ensemble an der LMS Neuhofen vorwiegend von Elisabeth Ragl, sowie Kammermusikunterricht bei Gerald Kraxberger und Anton Voigt.
Die drei Musikerinnen besuchen das Linzer Musikgymnasium.
Am 4. 3. 2009 hat das Ensemble eim Landeswettbewerb Prima La Musica Oberösterreich einen 1. Preis mit sehr gutem Erfolg erspielt.


Max Bruch (1838 - 1920)
Acht Stücke, Op. 83, op. 83 komponiert, 1908/09

Nr. 1 - Andante, a-moll (A-Klarinette) (3')
Nr. 2. - Allegro con moto, h-moll (2,5')
Nr. 3 - Andante con moto, cis-moll (6,5')
Nr. 4 - Allegro agitato, d-moll  (4')
Nr. 5 - "Rumänische Melodie", Andante, f-moll (5')
Nr. 6 - "Nachtgesang", Andante con moto, g-moll (6')
Nr. 7 - Allegro vivace, ma non troppo, H-Dur (3,5')
Nr. 8 - Moderato, es-moll (5,5')

Der Komponist Max Bruch wurde am 6. Januar 1838 in Köln geboren. Nach einer musikalischen Grundausbildung durch seine Mutter erhielt er von 1853 bis 1857 ein Stipendium der Mozartstiftung. Anschließend arbeitete er als Musiklehrer in Köln und unternahm ab 1861 Studienreisen, unter anderem nach Berlin, Wien, Dresden und München. Von 1865 bis 1867 war er Musikdirektor in Koblenz, später Hofkapellmeister in Sondershausen, Dirigent des Stern'schen Gesangsvereins in Berlin und der Philharmonic Society in Liverpool, Leiter des Breslauer Orchestervereins und der akademischen Meisterschule an der Kompositionsabteilung der Berliner Akademie. Der Schwerpunkt in Bruchs kompositorischen Schaffen liegt in großen Chor-Orchester-Werken. Max Bruch starb am 2. Oktober 1920 in Berlin.
Bruch hatte sich - Briefe belegen es - während der Arbeit an den "Acht Stücken" in die Idee einer Harfenbegleitung verliebt und wollte wenigstens drei der acht, wahrscheinlich das dritte in cis-moll, das fünfte in f-moll und das sechste in g-moll, von der Harfe begleitet wissen. Vom cis-moll-Stück sagt Bruch selbst, es handle sich um ienen reinen Dialog zwischen Klarinette und Bratsche (Cello); die "Rumänische Melodie" in f-moll verarbeitet ekin Volkslied, das eine Freundin dem Komponisten zutrug.; das Stück in g-moll ist ausdrücklich "Nachtgesang" überschrieben, und Harfenklänge sind als Unterlage ini ehrem diskreten Stimmungszauber gerade dabei gut vorstellbar.

Paul Juon (1872 - 1940)
"Triominiaturen" für Klarinette, Violoncello und Klavier, komponiert 1920

Rêverie. Molto adagio - Op. 18 Nr. 3
Humoreske. Allegro ma non troppo - Op. 18 Nr. 7
Élégie. Andante cantabile - Op. 18 Nr. 6
Danse phantastique. Quasi Valse lente - Op. 24 Nr. 2
ca. 14'

Der schweizerisch/russische Komponist Paul Juon wirkte als Kompositions- und Theorielehrer in Berlin. Er wurde er von Zeitgenossen gerne als der "russische Brahms" bezeichnet.
Die "Triominiaturen" sind eine Bearbeitung eines Klavierwerks aus dem Jahr 1901 von Juon selbst. Sie weisen durch ihre Titel auf die Tradition der Charakterstücke: Rêverie, Humoreske, Élégie, Danse phantastique.

Rudolf Jungwirth (*1955)
"fragmente. drei stücke für klarinette, violoncello und klavier", komponiert 2004
I
II
III

Nino Rota (1911 - 1979)
Trio per clarinetto, violoncello e pianoforte, komponiert 1973

Allegro (quasi in 1)
Andante
Allegrissimo
ca. 11'

Bekannt wurde Nino Rota nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem als Verfasser von Filmmusik insbesondere für Federico Fellini, mit dem er ab 1952 zusammenarbeitete. Außerdem schrieb er Filmmusik für so bekannte Regisseure wie Luchino Visconti, Francis Ford Coppola, Lina Wertmüller oder Franco Zeffirelli.
Im 1973 komponierten Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier  kommen jene Seiten zum Ausdruck, die den Zauber seiner Filmmusik ausmachen: So kann man z. B. im langsamen Satz in eine Traumlandschaft eintauchen. Im letzten Satz ist die Szenerie eines Jahrmarktes nicht weit...